Ein wirklich hervorragendes Instrument zur Auflösung von belastenden Gefühlen bei gleichzeitiger Verstärkung von positiven Denk- und Sichtweisen ist die Bilaterale Hemisphärenstimulation / Wingwave.

Unser Gehirn ist aufgeteilt in zwei Hälften (Hemisphären) und jede hat bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Beispielsweise steuert die rechte Gehirnhälfte die linke Körperseite und die linke Gehirnhälfte die rechte Körperseite. Bewegen wir also unsere rechte Hand, dann werden diese Bewegungen von der linken Hemisphäre aus gelenkt. Doch auch im kognitiven/ emotionalen Bereich haben unsere Gehirnhälften jeweils bestimmte „Schwerpunktgebiete“.

Im linken Bereich finden vordergründig die rationalen und im rechten Bereich die emotionalen Verarbeitungsprozesse statt. Wenn wir also etwas erleben – egal was – dann haben wir zunächst ein bestimmtes Gefühl zu dieser Situation. In dem Fall ist ganz stark die rechte Gehirnhälfte aktiv. Sobald wir jedoch die Situation analysieren und beginnen, ganz logisch darüber nachzudenken, ist unsere linke Gehirnhälfte aktiv. In dem Moment, wo beide Hälften zu einer Situation gleichzeitig aktiv sind – sich also praktisch miteinander darüber austauschen – lässt die emotionale Reaktion dazu nach. Das Ereignis ist zwar in unserer Erinnerung abgespeichert, erzeugt aber keine oder nur noch eine geringe emotionale Reaktion. Dieser hier beschriebene Austausch findet überwiegend in der Nacht statt, wenn wir träumen. Man kann das daran erkennen, dass Menschen (und sogar Tiere) während der Schlafphase sehr intensiv ihre Augen bewegen. Ein deutliches Zeichen, dass gerade beide Hemisphären sich austauschen und sämtliche Tageserlebnisse verarbeiten.

Manchmal findet eine solche Verarbeitung jedoch nicht statt, denn diese Prozesse laufen eher zufällig ab. Ein Grund mag darin liegen, dass manche Erlebnisse so schwer belastend sind (z. B. Trauma), dass sich unser Unterbewusstsein lieber nicht damit auseinandersetzen möchte und stattdessen das Erlebte quasi in eine dunkle Ecke schiebt, wo es vergessen werden soll. Das Dilemma: Nur, weil wir bestimmte Dinge verdrängen, sind sie letztendlich doch immer noch da, es ist, als würden sie permanent in uns schwelen. Und das Schlimmste daran ist, dass die Erinnerung inkl. aller dazugehörenden Gefühle irgendwann doch wieder hervorkommt – meistens in einem Moment, wo wir außerstande sind, damit umzugehen…

Sobald uns ein emotional stark belastetes Erlebnis noch immer quält, ist das ein Hinweis darauf, dass ein rationaler/ logischer Verarbeitungsprozess noch nicht stattgefunden hat.

Um herauszufinden, was uns tief in uns belastet bzw. welche Erlebnisse noch nicht verarbeitet sind, wird bei uns ein einfacher Muskeltest verwendet. Er basiert auf der unbewussten Reaktion unseres limbischen Systems oder konkreter der Amygdala, einem Nervenknotenpunkt, der innerhalb von 0,03 Sekunden ein Verhalten in uns auslöst, noch bevor wir überhaupt wissen, warum wir das tun. Mit Hilfe dieses Tests können wir herausfinden, welche Erinnerungen oder auch Grundhaltungen zu sich selbst stressauslösend sind.

Sobald wir einen Stressauslöser gefunden haben, stoßen wir mit der bilateralen Hemisphärenstimulation den Verarbeitungsprozess nun ganz aktiv und im Wachzustand an. Dadurch wird die Emotion von einem Erlebnis entkoppelt. Ergebnis: Der Klient/ Patient fühlt sich entlastet und befreit. In zukünftigen Situationen, die zuvor noch typischerweise stressbelastet waren, bleibt er nun entspannt und kann souverän agieren.

Fazit: Die Bilaterale Hemisphärenstimulation / Wingwave ist eine sehr effektive Methode, um Stressauslöser zu finden und diese dann mittels gezielter Rechts-Links-Stimulation der beiden Gehirnhälften aufzulösen oder zumindest zu lindern.